Über die Künstler

Joerg Hufschmidt

Zeichnung, Radierung, Klangkunst & Performance2021 Cooking

bezieht sich auf Skulptur & installation, Improvised Music, Performance, Zeichnung & Druckgrafik.

Vorstand von Dingding e.V. im Atelier Grammophon

Kurzvita

Nach einer Ausbild im Werkbund Nürnberg entschliesst er sich 1994 ein Studium für Kommunikationsdesign in Hannover zu beginnen. Dieses unterbricht er 1997 und wendet sich dem Studium der freien Kunst zu. Dort findet er 1998 seine Schwerpunkte in der Zeichnung und Graphik sowie in der Klangkunst und der Free Improvised Music.

Er gründet 1999 das Ensemble Goxin, das mit analogen Mitteln und Elektronik die klanglichen Eigenschaften von Instrumenten und Dingen auslotet. In seiner Quartettformation produziert das Ensemble zwischen 2001 und 2010 bei seinen Konzerten mittels Mehrkanalverfahren sich bewegende akustische Klanggebilde im skulpturalen und räumlichen Sinne und reichert diese ab 2005 mit visuellen und performativen Elementen an. 

2004 und 2005 wird er zusammen mit Ulrike Schoeller von der Association of Icelandic Visual Artists nach Reykjavik und im Rahmen eines deutsch-russischen Kulturaustausches nach Pskov eingeladen um dort zu performen und gibt Workshops für Improvised Music.

Als alleinerziehender Vater von Zwillingen arbeitet er in dem darauffolgenden Jahrzehnt meist standortbezogen in Hannover.

2013 veröffentlicht er auf bei der Edition explico mit Günter Christmann die CD Dialoge(e)s, in der sich die beiden Künstler mit der Verbindung von improvisierter Musik und zeichnerischer Klangemanation beschäftigen.

2014 gründet er mit studierenden Komponisten der HMTMH die Formation der Wechselnden Besetzung, die sich mit experimentellen Ansätzen in der Neuen und Improvisierten Musik bewegt. Während eines Floodwater Residenzstipendiums durch den Westwendischen Kunstverein entstehen kompositorische Ansätze. Diese sind Anlass für eine im Jahr 2015 mit der Beteiligung der Wechselnden Besetzung stattfindende Aufführung der zu Partituren weiterentwickelten Gedanken im Künstlerdorf Schreyahn.

2017 gründet er das Ensemble „Interplay“, das mit dem Bezug auf das interdisziplinäre Zusammenspiel aus Musik, Tanz, Zeichnung, Film und anderen Kunstformen jährlich auftritt. Themen der Arbeitsweise sind hier einerseits der Ausdruck und die Übersetzung der existenziellen Motive und Motivationen der Künstler*Innen in andere Medien, und andererseits die Umsetzung neuer Formen der Kommunikation untereinander sowie mit und gegenüber einer Öffentlichkeit zu erkunden.

Als Vorstand des Vereins Dingding e.V. verantwortet er außerdem zusammen mit dem Verein ab 2012 Ausstellungen und lädt oft in Kooperation mit anderen Multiplikatoren internationale Künstler zu zahlreichen Konzerten im Bereich der Free Improvised Music in das Atelier Grammophon ein.

Zusätzlich wirkt er seit 2012 projektbezogen als freiberuflicher Kodozent und Künstler an Hochschulen mit Workshops und Vorträgen im Bereich Klangkunst, Performance und improvisier music. 2019 erhielt er ein 3 monatiges Projektstipendium der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen und entwickelte dort sein zeichnerisch musikalisches Werk weiter. Während der Anfangskrise der Covid-Pandemie 2020 stand er im engen Kontakt und Gespräch mit John Russel und den Vorbereitungen zu Mopomosso TV.

>>>. https://joerghufschmidt.wordpress.com/ <<<


Ulrike Schoeller

Bildende Künstlerin geb. 1967 

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lebt & arbeitet in Hannover

vita//Ausbildung zur Theatermalerin/ Bühnenbild mit Abschluss an der deutschen Staatsoper Berlin
. Studium der Bildenden Künste an der FH Hannover und an der Kunsthochschule Bergen/ Norwegen.
 Abschluss Diplom und Meisterschülerin bei Verena Vernunft. 
Mitgründerin und Mitglied/ Vorstand des Atelier Grammophon und des Künstlerbuches CARTAS
. Arbeitsaufenthalte/ Stipendien  in Norwegen, Japan, England, Island, Russland. 
Ausbildungsleitung Malsaal an der Landesbühne Hannover. Dorothea Erxleben Stipendium/ 
Lehrtätigkeiten Lions Malstudio Hannover, FH Hannover Fachbereich Bildende Kunst, Universität Hildesheim Institut für Bildende Kunst und Kunstwissenschaften, Metropolitan University Manchester, FH Hannover Fakultät III, Atelier Grammophon/ Dingding e.V., Kunstsommer Sprengel Museum Hannover
. Seit 2012 als Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Hochschule Hannover, University of Applied Scienes and Arts, Fakultät III. Seit 2017 LfbA in dem neuen Studiengang SKE /Experimentelle Gestaltung.

Performance/ Installationen, Zeichnung & Druckgrafik

Rike Sprengel

Ausstellungen/Stipendien im In-und Ausland Auswahl // 1997 Visningsrommet Bergen Norwegen/ 1998 Leicht bewegt in ihrer Richtung Palmengarten Frankfurt/ Gründungsausstellung d. Künstlerhauses Grammophon/ 1999 querüberfeld Kunstverein Wolfenbüttel/ 2000 Druckgrafik MWK Hannover mit Jörg Hufschmidt/ Zu 98 Prozent Alles Fertig Zwei Minuten Kommen Doppelt eon Hannover/ Meisterschülerausstellung Kubus Hannover und Nord- LB Galerie/Frühstück im Grünen- Westwendischer Kunstverein/ 2002 Vor einem Punkt, Klosterkirche Kemnade/ don Gruppenausstellung in chinati foundation in marfa, Texas/ SeeSaw Manchester Metropolitan University Britain/ Teilnahme an der 5. Niedersächsischen Graphik Triennale-Schloß Bevern/ 2003/2004 Passagen Dorothea Erxleben Stipendium – Ein Treppenhaus für die Kunst 8, Niedersächsisches MWK/ 2004 aldrei- nie- never- Ausstellung Island, Reykjavik Living Art museum/ Home is where the heart is Performanceprojekt mit Jörg Hufschmidt Island Reykjavik Kjarvalstadir, Hafnarhus, Living art museum/ Ausstellung match- Poznan/ 2005 seven floors, Dorothea Erxleben Ausstellung mit EröffnungsKonzert Goxin Jörg Hufschmidt, dDavid, V.Hühnerbein, Matthias Schütt im MWK Hannover/Deutsche Kulturtage in Pskov/ Russland/ ZeitKörper Kubus Hannover 2006/2007 Arbeitsstipendium Schöppingen, NRW/ 2009 Tea please Performance Galerie Perseh Barsinghausen/ 2010 Peter Heber, Jörg Hufschmidt, Ulrike Schoeller, Alte Grammophonfabrik/ Elke Schipper und Ulrike Schoeller, Performances und Grafiken Alte Grammophonfabrik Hannover/ 2011 Zwischen Baum und Blume Installation Auslober Gruppe 7 Garten Region Hannover/ 2011 ICH WUSSTE DAS DU FRAGEN WIRST Kunsthaus Wiesbaden poetisch konstruktive Arbeiten about hear and here Jörg Hufschmidt & Ulrike Schoeller/  2012 Wiedereröffnungsausstellung des Atelier Grammophon nach Umbau/ 2013 Neues aus Hannoverschen Ateliers Eisfabrik Hannover/ 2015 Walden Deluxe“ Komposition – Improvisation – Performance in Schreyahn mit Jörg Hufschmidt, Günter Christmann, Elke Schipper, Roni Brenner, und weiteren Musikern/ 2016 QUERUNGEN Grafik,Tusche Zeichnungen, Projektraum Grammophon/ 2018 Performance Festival mit Jörg Hufschmidt, Ilka Theurich, Aenne Langhorst, Christiane Oppermann, Gunhild Kreuzer Projektraum Grammophon / 2018 Feldzeichnungen-Jörg Hufschmidt & Ulrike Schoeller Projektraum Grammophon Hannover/ 2019 InsideOut- Korrelate- Schönheit muss sein –  Ansichten zur Verbesserung der Alltagskultur mit Günter Christmann / 2020 Zeichnung- Eisfabrik Hannover „Hiroshima- Als die Sonne vom Himmel fiel“

terrain vague

terrain vague/ 2018 Performance Pappelflusen, Notizheft, Bleistift 

Innenzeichnung Performance 2019

Innenzeichnung/ Performance 2010/ 2015/ 2019/ Papier Graphit

…Ich sage nicht gerne milieu für den Ort, an dem sich mein Körper befindet; ich sage lieber, die Dinge vermischen sich miteinander, und ich bilde darin keine Ausnahme, ich vermische mich mit der Welt, wie sie sich mit mir vermischt. Die Haut tritt zwischen mehrere Dinge der Welt und sorgt dafür, daß sie sich vermischen…

M. Serres aus: „die fünf Sinne“ suhrkamp 5. Auflage 2012

Verspannung vor heller und dunkler Fläche/ Siebdrucke, Schnur 2015

Verspannung vor dunkler und heller Fläche

Korrelate/ Ölzeichnungen und andere Objekte 2019/20                                   82x102cm

Vitrinen 5Vitrinen 6Vitrinen 1

terrain vague/ Installation 2019 Ziegel und Tesaband

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Aber Drinnen keine Grenzen mehr/  Installation 2002/ Kassenrollen       3.50×3.50x520m

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seesaw/ Installation 2018/  Tischplatten geleimt/ Schüsseln/ Wasser

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Knallkuss //Performance mit Jörg Hufschmidt 2018 // Luftpolsterfolie

rijö Perform 2016 Zinnober

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spreading                                    Wasser Performance m. Jörg Hufschmidt 2020

Lautes Schweigen/ a.F. 2020 Installation/  Müllbeutel, Fotografien, Atemluft     4.50×4.50m

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terrain vague DIN A 3×3 // Performance/ 2018/

terrain vague performance DIN A3 x 3

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vor dem Regen/ Installation 2011 // Teich, 300 Reisschüsseln, Tafel, Kreide//

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Ulrike Schoeller arbeitet in den Bereichen der Installation,

Performance, Grafik und Fotografie medial übergreifend.Potentiale und Defizite alltäglicher Lebensräume und Handlungen, im Antreffen fragmentarischen Bauteile von unvergänglicher beschriebener Historie und seinen Bewegungen und flüchtigen Momenten, sind Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit.

Ihre Arbeit ist Erforschung, Betrachtung, Berührung mit dem Situativen in Räumen, und dem künstlerischen Material, das sich in ständiger Bewegungzwischen Fläche und Raum, Zeichen und Zufall, Setzung und spontaner Geste entwickelt.

Strategien in ihrem künstlerischen Werk sind Ausdehnung und Ihr Gegenteil, Volumen Änderung und Übertragungen, Verschleierung und Verweigerungen. Eine nomadische Sicht auf die Unbeweglichkeit fest gefügter und kategorischer Systeme. Phänomene findet man im Unterwegssein – was nicht zu verwechseln ist mit Ziel gerichteter Bewegung. Eine Spurensuche, ein Sehen von Bekanntem und Unbekannten beschreibt die Idee des Unterwegsseins. Die Passage wie ich Sie in meiner künstlerischen Arbeit und Lehre begreife, ist eine Sensibilisierung unserer Wahrnehmung,um die Verfeinerung von Denken und Fühlen als ein Prozess ohne vorherbestimmtes Ziel.

In diesem sehr differierenden, offenen und fortlaufenden Prozess entstehen Orts – und Raumbezogenen Installationen, oft als temporärere Eingriffe, dialogisch dazu klein – und großformatige Zeichnungen, grafische Reihen, Fotografien und Performances.

…Die unbekannte Sprache – Ein Traum: eine fremde ( befremdliche ) Sprache kennen
und sie dennoch nicht verstehen: in ihr die Differenz wahrnehmen,
ohne das diese Differenz freilich jemals durch die oberflächliche Sozialität der Sprache,
durch Kommunikation oder Gewöhnlichkeit eingeholt und eingeebnet würde,
in einer neuen Sprache positiv gebrochen, die Unmöglichkeit der Unsrigen erkennen; die Systematik des
Unbegreifbaren erlernen, unsere „Wirklichkeit “ unter dem Einfluss anderer Einteilungen, einer anderen Syntax
auflösen; unerhörte Stellungen des Subjekts in der Äußerung entdecken, deren Topologie verschieben;
mit einem Wort ins Unübersetzbare hinabsteigen und dessen Erschütterung empfinden…
aus: Im Reich der Zeichen; Roland Barthes; Edition Suhrkamp; Band 77

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Goetz Bergmann

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Kai Wetzel

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